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Das Frühjahrskonzert zum Muttertag in Freiburg Kappel – ein besonderes Schmankerl mit vielen Überraschungen Am Samstag, den 10.5.2003 luden der Musikverein Freiburg Kappel und das Blasorchester der Trachtenkapelle Biederbach zu einem gemeinsamen Konzert der ganz besonderen Art nach Freiburg Kappel in die Festhalle ein. Zum Auftakt spielte der Musikverein Kappel unter der Leitung von Manfred Preiß die Symphonische Ouvertüre opus 81d von Bertold Hummel. Der Musiker Bertold Hummel war einst auch Kantor in Freiburg, wie die Moderatorin des ersten Teils des Muttertagskonzertes, Ilka Konrad, dem zahlreich erschienenen Publikum mitteilte. Die Symphonische Ouvertüre opus 81d ist ein Stück in dem zweierlei Themen kunstvoll verflochten sind, gespickt von vielen Taktwechseln und soll das Pflichtstück des Musikvereins Freiburg Kappel beim Wertungsspiel am 28. Juni in Endingen a.K. darstellen. Es war eine willkommene Gelegenheit, ja fast eine “Generalprobe”, dieses Stück schon einmal vor strengem Publikum zu spielen. Es folgte die für das Wertungsspiel geplante Kür mit einem nach wie vor brandaktuellen Thema: Et in Terra Pax. Dieses Werk von dem am Abend anwesenden belgischen Komponisten Jan Van der Roost. “wurde im Auftrag der ‘Concert Band Vlamertinge’ geschrieben und ist ein Plädoyer an den Frieden. Der Titel bedeutet dann auch ‘Frieden auf Erden’”. [Zitat:Homepage von J.v.d.Roost] Tobias Männel trägt während des Spiels des Orchesters das Gedicht ‘Sonnet’ eines jungen Soldaten (Charles Hamilton Sorley), der im ersten Weltkrieg fiel, sehr gut interpretiert vor. Musik, Vokalstimmen und Gedicht bilden eine wunderbare Einheit, ohne zu viel Pathos und doch eindringlich und erregend. Das Publikum glaubt dem Orchester uneingeschränkt dessen Überzeugung vom Inhalt des Werkes. Den Abschluss des ersten Teils des Muttertagskonzertes bildeten zwei Sätze aus The Odyssey von Robert W. Smith. Wechselnde Themen und Tempi waren nicht das Einzige, was auf der Bühne geboten wurden, auch verschiedenste Percussioneffekte gaben diesen Stücken die ganz besondere Würze. Der Musikverein Freiburg Kappel verwöhnte auch in diesem Jahr wieder das Publikum mit seinem Können. Das begeisterte Publikum entließ die Musiker jedoch nicht ohne Zugabe – einen traditionellen Marsch. Zuvor gab es noch eine besonders schöne und in der heutigen Zeit seltene Tatsache zu würdigen: Manfred Preiß ist seit bereits 25 Jahren als Dirigent beim Musikverein Freiburg Kappel tätig. Sein Engagement als Dirigent und sein unermüdlicher Einsatz für die Jugendarbeit wurden sowohl vom gesamten Musikverein Kappel als auch von der Vorsitzenden des Oberbadischen BlasmusikverbandesMusikverbandes Claudia Kleinhans mit großer Anerkennung geehrt. Ihm wurde die Silberne Verdienstnadel des Bundes der Deutschen Blsamusikverbände überreicht. Von den Musikerkollegen erhielt er ein neues Dirigentenpult. Den zweiten Teil des Konzertes bildete das Programm des Blasorchesters der Trachtenkapelle Biederbach unter der Leitung von Stephan Rinklin. Der Name und die traditionelle Tracht des Orchesters lassen bei Weitem nicht auf das schließen, was das verwöhnte Publikum dann zu Ohren bekommt: eine Mischung der verschiedensten Werke bravourös vorgetragen. “Ein frischer Wind aus dem Elztal”, wie es der erste Vorsitzende des Musikvereins Freiburg Kappel Markus Groß am Ende des Abends treffend nannte. Die Moderatorin Tanja Burger berichtete, dass dieses Orchester aus einer der größten Gemeinden des Schwarzwaldes bereits 1999 sein 100jähriges Jubiläum feiern konnte. Das Programm startete mit Fanfare and Flourishes von J. Curnow, gefolgt von einem beeindruckend vorgetragenem Stück von James L. Swearingen, das in die Beine geht: Dawn of a new day. Das dritte Werk, Tuba Concerto Español von K. Gäble stellte mit seinen häufigen Staccati und schnellen Läufen scheinbar weder für den Solisten Stephan Allgeier noch für das virtuose Orchester eine Schwierigkeit dar. Bekannte und beliebte Melodien aus dem Musical Tanz der Vampire von J. Steinmann wurden zu einem Medley zusammengefasst. Der Dirigent treibt das Orchester von vorn, der Schlagzeuger, unterstützt von einer Bassgitarre, treibt seine Musikerkollegen aus dem Hintergrund an. Das beeindruckende Zusammenspiel innerhalb des Orchesters läßt nichts mehr vom Stil traditioneller Blasmusik erkennen – eine der vielen Überraschungen des Abends. Mit zwei weiteren “Ohrwürmern” wird das Piblikum verwöhnt: Highlights aus dem Film “The Rock” von H. Zimmer und Mac Arthur Prk von J. Webb, ein mehrfach ausgezeichnetes Werk. Ohne Zugabe ging es auch hier nicht und selbst die hatten es noch in sich. Die erste wurde angekündigt mit “Teufelszunge Tobi”. Der Titel verrät alles. Der junge Trompetensolist hat es wirklich in sich! Die zweite Zugabe war der bekannte Florentiner Marsch. Alles in Allem war es ein überaus lohnendes Konzert und fast ein bisschen schade, dass beide Orchester “nur” in der Festhalle von Freiburg Kappel spielten. Bei der Brillianz des Spieles kann man sich durchaus auch in größere Säle vorwagen. Gerlind Franke (17.05.2003)
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